Deine Yoni und weibliche Selbstermächtigung

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Wusstest du schon, dass deine Yoni sehr empfindlich auf Sprache reagiert?

Abfällige Bemerkungen, Verunglimpfungen und grobe Witze auf ihre Kosten verträgt sie gar nicht gut. Geschweige denn ein Umfeld, das regelrecht yonifeindlich ist.

Naomi Wolf, die Autorin von „Vagina“ berichtet in ihrem Bestseller davon, dass sie sogar ein halbes Jahr lang unter einer Schreibblockade litt –ausgerechnet nach der Party zu Ehren ihres gerade erschienenen Buches. Ein Freund hatte nämlich die Idee, eine Mottoparty für sie zu geben. Du kannst dir schon vorstellen, welches Motto das war und in welche Richtung zwangsläufig die Stimmung ging.

Tatsächlich waren es keine Beschimpfungen oder gar Bedrohungen, sondern einfach „nur“ die üblichen frotzelnden Anspielungen, die unreflektierte Angewohnheit der Männer, die Yoni auf ein wenig wertschätzendes Terrain zu ziehen, sie völlig gedankenlos einfach bloß zu stellen, die ihre Yoni und auch die Yonis der anderen anwesenden Frauen beschämt und gedemütigt hatten.

In der Regel haben wir Frauen uns dermaßen an diesen verbalen Umgang mit der Yoni gewöhnt, dass es uns nicht mal auffällt, wenn unsere Yoni zusammenzuckt und sich regelrecht verschließt. Naomi aber war zu der Zeit schon so sensibilisiert, dass sie ihr Unbehagen und ihre Scham sehr deutlich körperlich wahr nahm. Ihre kreative Blockade hat sie allerdings erst später in Zusammenhang mit diesem Erlebnis gebracht.

Es ist uns Frauen nicht bewusst, dass unsere Kreativität unser weibliches Selbstverständnis und unsere vitale innere Stimme leidet, wenn unsere Yoni mit zotigen Bemerkungen, sterilen medizinischen Fachausdrücken oder banalen Bezeichnungen wie „Fischbrötchen“ und dergleichen bedacht wird. Und wir sind tatsächlich tagtäglich einem  kollektiven Feld ausgesetzt, dass die Yoni nicht wertschätzt. Schau dich um und hör genau hin.

Unsere Yoni aber wünscht sich Poesie und Musik, die sie zum Schwingen bringt. Unsere Yoni wünscht sich Verehrung. Und die gebührt ihr auch.

Das Wohlbefinden unserer Yoni liegt zunächst in unserer eigenen Macht. Je bewusster wir uns um sie kümmern, liebevoll und achtsam mit ihr sind und ihr selbst immer wieder schöne Namen geben, desto stärker wird ihr Energiefeld ….sie beginnt, in ihrem eigenen lebendigen Rhythmus zu schwingen.

Wenn wir selbst gut für unsere Yoni sorgen, nimmt sie unangemessene Behandlung von Anderen sofort als eine solche wahr. Und weil wir durch die Verbindung zu unserer Yoni auch unsere innere Stimme wieder deutlich hören und ihr vertrauen, haben wir den Mut, unseren Ärger und unsere Betroffenheit an Ort und Stelle auszudrücken.

Dies ist ein entscheidender, müheloser, ja sogar freudvoller erster Schritt, in unsere weibliche Selbstermächtigung zu treten.

Lass uns gleich damit beginnen!

Such dir heute einen stillen Ort und schreibe wunderschöne Namen für deine Yoniblume auf ein Blatt Papier. Spüre, wie dein Bewusstsein und deine Energie sich dabei verändert……

~ Claudia@womanessence

inspiriert von „Vagina -eine Geschichte der Weiblichkeit“ von Naomi Wolf

Bild: Public Domain, CCO

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2 Gedanken zu “Deine Yoni und weibliche Selbstermächtigung

  1. Schön, das sollten wir Männer uns zu Herzen bzw. „zu Worten“ nehmen. Und vielleicht auch umgekehrt damit zu beginnen, unser Geschlecht etwas respektvoller zu betiteln (lassen). Liebe Grüsse aus der Schweiz, Andreas

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