Wann geschah es, dass wir unser inneres Lied verloren haben?

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Ich möchte gerne eine große Einsicht mit euch teilen, die heute zu mir kam, während ich inbrünstig das Lied „Read all about it“ von Emeli Sande sang, das Sandra Zacherl vorgestern in meine Aufmerksamkeit gebracht hat.

Die Einsicht kam an dieser Stelle:

„Yeah we’re all wonderful, wonderful people
So when did we all get so fearful?
Now we’re finally finding our voices…“

Ja, wir Menschenkinder sind im Grunde ALLE ausnahmslos wonderful People…nur vergessen viele von uns ihr eigenes Lied, ihre Sehnsucht; Menschen vergessen und verdrängen, was ihnen zutiefst wichtig ist…das ist eine Seite.

 

Und dann gibt es noch eine andere:

Es gibt Menschen, die DÜRFEN ihr Lied nicht singen, weil es zu gefährlich ist, manchmal sogar lebensgefährlich…

und oft ist es auch nur eine riesige Angst, von der Gesellschaft, von der Familie ausgeschlossen zu werden, nicht mehr dazuzugehören. Diese Angst nehme ich ganz stark in strengen Glaubenssystemen wahr, besonders in Glaubenssystemen, die auf allen Ebenen eng mit dem Staat verbunden sind.

Was geschieht also?

Die wunderbare Stimme, die nicht sprechen, nicht schreiben und nicht singen darf, verfällt entweder in Resignation, betet das kollektive Gebet ihrer Religion oder ihrer Gesellschaft mit und vertritt treu und brav diese Werte und Gebote, ohne wirklich hinein zu spüren, was ihr daran wirklich entspricht und was nicht -oder sie mischt sich in Gruppierungen, die vorgeben, die einzige Wahrheit gepachtet zu haben, die lauthals Werte verkünden, tiefe Sehnsüchte bedienen, Ruhm und Ehre und die ultimative Belohnung versprechen.

Hier darf man endlich alle verdrängten Anteile kompensieren, laut hinausschreien und kraftvoll agieren. Die Kehrseite der Bevormundung und Erniedrigung kommt als Arroganz, Selbstgerechtigkeit und Machtgefühl zum Tragen. Beide Zustände sind Illusion und nähren unsere Essenz nicht wirklich. Nur fühlt sich das Letztere etwas besser an.

Zusammengefasst: Wenn Menschen nicht mit sich selbst, mit ihren Sehnsüchten und inneren Werten verbunden sind und ihr Lied nicht singen dürfen, können diese Sehnsüchte manipuliert werden und die einst klaren und reinen Stimmen sich einem Chor anschließen, der diese einst unschuldigen Stimmen für seine Zwecke einspannt und pervertiert.

So ist jede Stimme, die ihr kraftvolles authentisches und sehnsuchtsvolles Lied singt unschätzbar wertvoll für das Ganze, denn jedes Lied wirkt auf die Gesamtschwingung ein und verändert die Realität.

Und darum:
Lasst uns unsere Stimmen erheben und unser Lied singen.
Immer klarer, immer mutiger, immer lauter!

Möge unser Lied kraftvoll erschallen und die herzlosen Systeme erschüttern!
Möge unser Lied die tauben Seelen erwecken!
Möge Frieden auf Erden sein!

~ Claudia _/\_
Bild: Sandra Zimmermann

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