Macht es dir Angst, in der Leere des Nichtwissens zu baumeln ?

Wenn du eines meiner Retreats besuchst, wirst du mich nicht als eine erleben, die vorgibt zu wissen „wie es geht“ oder „wo es lang geht“.

Claudia ohne RandIch sehe es vielmehr als meine Aufgabe,  zu lauschen, zu spüren, mit dem zu atmen, was da ist. Meine Grundlage ist das Vertrauen in die Weisheit des Kreises, der schon seit uralten Zeiten besteht und der angefüllt ist mit der Übungspraxis von Generationen spirituell praktizierender Frauen. Ich vertraue dem, was wir gemeinsam erschaffen und der höheren Führung, die sich einstellt, wenn eine nach der anderen in das magische Feld des Kreises eintritt.

Ab dem Zeitpunkt deiner Anmeldung beginnt dieses Feld zu wirken. Deine Zusage zum Kreis wirkt für das energetische Feld als Erlaubnis, Transformation zu bewirken. Nicht nur an dir selbst, sondern durch dich auch an den anderen -und weit über den Kreis hinaus.

Von dem Moment an, wo wir dann physisch im Kreis zusammenkommen, beginnt die weibliche Alchimie mit ihrem konkreten Werk, den gemeinsamen Wandlungsprozess in Gang zu setzen.

Nicht ich bin es, die das Retreat „macht“. Wir tun es gemeinsam. Und jede auch für sich.

Ja, ich bereite es monatelang minutiös vor, entwerfe den Ablauf, wähle Übungen und Musik, spüre hinein –und verwerfe wieder. Ich praktiziere selbst vorab mit dem Thema bzw. der betreffenden Göttin und gehe durch meine eigenen inneren Prozesse. Dabei entstehen oft ganz neue Übungen „wie von alleine“. All dies bildet die Basis und praktische Struktur des Retreats.

Wenn wir dann „in echt“ zusammenkommen, ist bereits der Humus deiner inneren Bereitschaft und meiner Vorbereitung als nahrhafter Untergrund präsent. Dies ist der fruchtbare Boden der gemeinsamen Erfahrung, die wir erschaffen.

Ich habe durch meine Seminarleiterinnenpraxis gelernt, so viel wie möglich Raum zum Fließen und so viel Struktur wie nötig zu geben, damit die Energien in einem sicheren Behälter fließen können und die Teilnehmerinnen sich darin geborgen fühlen können.

Es gibt einen roten Faden –aber wenn es die momentane Energie erfordert, weiche ich von meinem ursprünglichen Plan ab. Dabei erlebe ich immer wieder, wie die Göttin in genau diesen Momenten aus dem, was dann geschieht, die wirksamste Medizin braut.

Jetzt denkst du vielleicht: „Wow toll, die Claudia hat´s echt im Griff.“

Da muss ich dich aber enttäuschen. Das hab ich mitnichten. Und darum geht es mir auch nicht.

An manchen Stellen ist es nämlich ein Sprung ins eiskalte Wasser des Ungewissen. Es ist ein Ausprobieren, ein Entstehen lassen, ein Hinein spüren und Mitfließen…dazu muss ich den festen Boden unter den Füßen loslassen, ohne im Voraus zu wissen, ob meine Eingebungen zu einer größeren Ordnung führen oder zunächst den „Umweg“ in die Irritation nehmen müssen.

Ich habe bei meinen Retreats schon öfter diesen einen entscheidenden Moment der Irritation, Ratlosigkeit, und Unsicherheit erlebt. Diesen Punkt, wo für ein paar Momente alles still zu stehen scheint und wir uns mit unseren hartnäckigsten Glaubenssätzen konfrontiert sehen und unsere tiefsten Ängste und Widerstände berühren. Es sind Momente der Leere, des Tiefpunkts, der Kapitulation, der Ent-Täuschung:

Es ist der Punkt, wo die Täuschung endet und die Umkehrbewegung in Richtung der inneren Erkenntnis einsetzt. Direkt in unsere Wahrheit hinein.

Oft sind die Teilnehmerinnen an diesem Punkt ziemlich ratlos und sie haben das Gefühl, es sei „mächtig etwas schiefgelaufen“. Alle möglichen Gefühle schwingen dann im Raum.

Und auch wenn ich mit meinen eigenen Gefühlen selbst Teil dieses Geschehens und der Energien bin und mir erlaube, im Nichtwissen zu taumeln, so weiß ich in diesem Augenblick bereits, dass jetzt die Transformation auf tieferer Ebene einsetzt, selbst wenn ich den nächsten Schritt noch nicht sehen kann.

An diesem Punkt ist es dann Zeit, all diese Gefühle, die im Raum schwingen, wie Unsicherheit, Irritation, Schuldbewusstsein, Wut, Angst und Trauer in Bewegung zu bringen, sie zu tanzen, ihnen Raum zu geben durch deinen Atem, sie über Töne, Laute und Gebärden auszudrücken.

Ich zeige dir, wie du dabei einfach ganz präsent mit deinen Gefühlen bleiben kannst

während die Intelligenz des Kreises selbst, mir die nächsten Schritte offenbart und wir durch diese gemeinsame präsente Praxis irgendwann ins Zentrum unserer eigenen Quelle hinein fließen und die innere Befreiung einsetzt. Was bleibt ist ein Gefühl des Verbundenseins und der alles umfassenden Liebe.

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So erwarte bitte nicht von mir, dass ich irgendeiner Vorstellung, Erwartung oder Sehnsucht von dir entsprechen werde, denn ich werde dir in dieser Hinsicht vielleicht nicht das geben, was du denkst, zu brauchen. Ich habe keine Angst davor, dich und mich in einer offenen Verletzlichkeit zu erleben.

Aber ich verspreche dir, dass wenn du bereit bist, alle Vorstellungen davon, wie du und ich zu sein haben und wie irgendetwas zu sein hat, loszulassen, sich für uns alle in diesem Moment der Weg in eine größere Ganzheit öffnet.

Ich werde immer nur das sein können, was ich von Moment zu Moment bin…und ich erlaube mir, gerade den wackligen Momenten Raum zu geben, mich selbst in Frage stellen zu lassen, damit du erleben kannst, dass du in jedem Augenblick gehalten und geliebt bist und dass sich die Fäden eines Konflikts jederzeit durch Präsenz und Offenheit elegant wieder lösen können; dass man sich in jede ausweglos erscheinende Situation hinein entspannen und die Eisberge des Widerstands schmelzen lassen kann. Dass Gefühle, die hochkommen, sich zwar mitunter unangenehm anfühlen, aber durch bereitwilliges präsentes Fühlen in eine berührbare Stärke umgewandelt werden können:  Dies ermöglicht dir, auf eine liebevolle und konstruktive Weise im Leben zu stehen und zu handeln.

~ Claudia@womanessence

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2 Gedanken zu “Macht es dir Angst, in der Leere des Nichtwissens zu baumeln ?

  1. wunderschön und beeindruckend, Deine Beschreibung des Hindurchgehens 🙂 das möchte ich gerne im Sinn behalten.
    liebe Grüsse von Helga

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