Was ist eigentlich „Dienen“?

Breitenstein klein

von Jutta Velten

Dienen hat überhaupt nichts mit Unterwerfung zu tun.

Menschen dienen einander und besonders Frauen, das ist in unserem Prinzip so festgelegt. Im Dienen steckt viel Kraft und auch viel Macht, wenn man sich nicht unterworfen fühlt. Das Gefühl der Unterwerfung, das Frauen haben, ist ein Gefühl aus den alten Zeiten. Aus Zeiten in denen Frauen Angst vor der Macht der Männer hatten und hier besonders der Kirche. Die weisen Frauen damals wussten das und deshalb waren sie so gefürchtet.

Frauen die das weibliche Prinzip leben, sind selbstbewusst und fühlen sich nicht unterworfen, sie dienen, aber sie kennen ihre Grenzen.

Dienen wird meist so ausgelegt, dass wir alles machen müssen was andere möchten. Ich diene freiwillig und das völlig selbstlos. Es ist das Ego das sich hier gegen das Dienen wehrt. Idealerweise oder Frauen die ihr Prinzip leben, dienen der Natur und achten die natürlichen Zyklen, sie bewahren sie für ihre Kinder und Kindeskinder. Sie dienen den Kindern indem sie ihnen ihre Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Sie dienen den eigenen Eltern indem sie sie pflegen, sie dienen den Nachbarn, wenn sie Hilfe benötigen. Ja sie dienen auch ihren Partnern – aber nicht in einer unterwürfigen Art und Weise, sondern in der gleichberechtigten Weise, auf gleicher Augenhöhe.

Die meisten Frauen fühlen sich mit den Aufgaben die ihnen die Natur mitgegeben hat minderwertig, weil es in unserer Gesellschaft dafür keine oder kaum Anerkennung dafür gibt. Und das haben wir als Frauen in der Hand es zu ändern und das geht nur, wenn jede Frau ihr Prinzip verteidigt und darauf besteht es zu leben.

Aber auch der Partner dient der Frau. Wenn mein Partner sich um die handwerklichen Dinge kümmert, kümmere ich mich um die Dinge im Haushalt. Und es liegt an mir selbst, wenn ich das als minderwertige Arbeit ansehe. Ich bin der Ansicht jeder der Partner macht das was er am besten kann. Wenn ich meinen Partner dafür schätze dass er alles mögliche repariert, dann kann er mich dafür schätzen wenn ich ein schönes Essen auf den Tisch bringe, oder die Wohnung mit meiner Kreativität verschönere etc. Es liegt also an unseren Gefühlen, wenn wir dienen mit Unterwerfung assoziieren.

Das heißt nicht, dass wir nicht auch mal wütend sein dürfen und wie Kali mit dem „Schwert“ durch das Haus marschieren und denen die „Köpfe abschlagen“, die respektlos auf mir rumtrampeln. Aber meine Erfahrung ist es, wenn ich anderen mit Respekt begegne, dann bekomme ich das auch zurück.

Kali ist die Göttin der Zerstörung aber auch der Erneuerung und so dient auch sie. Shakti ist die weibliche Urkraft des Universums und dient diesem.

Urkraft, der Ursprung ist das Naturgesetz und das heißt für uns Frauen dieses zu leben und sich nicht auf den Platz der Männer zu setzen, weil wir Dienen mit Unterwerfung gleichsetzen und es fürchten. Emanzipation bedeutet nicht, dass wir den männlichen Ursprung leben, es bedeutet dass Frauen in ihrem Prinzip leben dürfen und das genauso anerkannt wird, wie das männliche Prinzip.

Also, liebe Frauen auch die hinduistischen Götter dienen. Es sind gegensätzliche Energien und sie dienen einander. Die eine Energie kann nicht ohne die andere Energie. Das ist ein Naturgesetz. Und da die Menschen sich nicht an diese Naturgesetze halten herrscht Chaos in der Welt. Das Gleichgewicht ist nicht mehr vorhanden, weil Frauen ein Problem mit dem Wort „dienen“ haben, weil sie es falsch interpretieren. Und so entsteht ein Konkurrenzkampf zwischen den Geschlechtern. Anstatt, dass ihnen bewusst wird, dass jeder der andere Part des Energieflusses darstellt, will ein Teil (der weibliche) den Energiefluss des anderen (der männliche) für sich beanspruchen.

Versucht mal eine Lampe zum leuchten zu bringen, wenn der negative Teil sagt: „Nö da mach ich nicht mehr mit, ich will jetzt auch der positive Teil, in dem Spiel sein.“

Heutige Partnerschaften bestehen aus Machtkämpfen und das müsste nicht sein. Ich kenne meine Macht und habe nicht das Bedürfnis meinem Partner seine Macht zu stehlen. Das brauche ich nicht. Das ist ein Egospiel.

Ich wünsche euch lieben Frauen, dass ihr lernt, zu dienen ohne euch unterworfen zu fühlen. Dienen ist nichts Schlechtes, ihr macht es dazu weil ihr eure Gefühle in dieses Wort interpretiert.

Namaste ~*~

~ Jutta Velten

Bild: Karl Hirning

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