Die Trance des Getrenntseins durchbrechen

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Ein neues Jahr ist angebrochen.
Wird es endlich wesentliche Veränderungen bringen?
Wohlstand, Gerechtigkeit und Frieden für alle?

Nicht, so lange wir das Leid und Elend der anderen als von uns getrennt erleben.
Nicht, solange wir darauf warten, dass andere es für uns regeln werden… Friedensbewegungen… Regierungen… aufgestiegene Meister…. Gott.
Nicht solange wir uns wohlig einwickeln lassen von der Trance des geistigen Dahindämmerns, des Abgestumpftseins gegenüber dem Schicksal und dem Schmerz der anderen.
Nicht, wenn das Gefühl von Ohnmacht unser Schlusspunkt hinter all dem ist.

Doch wie können wir die Trance durchbrechen?

Mit Mitgefühl.
Mitgefühl ist der Schlüssel.
Ohne Mitgefühl können wir nicht zu Frieden und Gerechtigkeit kommen.

Möge 2015 mein und dein Jahr des Mitgefühls werden.

Ich gehe heute die Verpflichtung ein, wach zu bleiben, noch berührbarer und verletzlicher zu werden. Mein Herz weit offen zu halten. Zu weinen, zu schreien, mich zu empören, die Fassung zu verlieren, angesichts der unerträglichen Bilder und Geschichten, von denen ich Zeugin bin.

Dein Leid ist auch mein Leid.
Dein Schmerz ist auch mein Schmerz.
Diese Frau ist meine Schwester.
Dieser Mann ist mein Bruder.
Dieses Kind ist mein Kind.

Diese flüchtenden, verfolgten, gedemütigten, gefangenen, gequälten, verletzten, getöteten Menschen haben Brüder, Schwestern, Kinder, Eltern, Männer, Frauen, Freunde, die sie über alles lieben und geliebt haben.
Sie sind keine anonyme Masse!!!!
Sie sind keine Plage, gegen die wir uns wehren müssen.
Ihr Schmerz, ihre Qual, ihre Angst ist unsäglich.
Wer nimmt Notiz von ihren Tränen, ihrer Verzweiflung? Wer tröstet sie? Wer schenkt ihnen Hoffnung, eine warme menschliche Geste? Wer singt ihnen ein zärtliches Lied?

Ich will, dass alle Menschen sich sicher fühlen dürfen.
Ich will, dass alle Menschen satt werden und ein geborgenes Zuhause haben.
Ich will, dass alle Menschen medizinische Versorgung und menschliche Wärme erfahren.
Ich will, dass alle Familien zusammenbleiben können.
Ich will, dass alle Menschen die Chance auf Bildung bekommen.
Ich will, dass allen Menschen eine leuchtende Zukunft offen steht.

Mitgefühl bewirkt die Öffnung, die uns Verbundenheit mit anderen erfahren lässt.
Aus dieser Verbundenheit heraus können wir nicht gleichgültig und lieblos handeln oder tatenlos zusehen, wie unseresgleichen Leid zugefügt wird.
Wir beginnen, Entscheidungen zu treffen, die zu einer gerechteren Welt beitragen und wir handeln verträglich und verantwortlich.

So entsteht Entscheidung nach Entscheidung—Handlung nach Handlung…Wort für Wort….die neue Welt.

~ Claudia@womanessence
Bild: Splitshire

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4 Gedanken zu “Die Trance des Getrenntseins durchbrechen

  1. Hat dies auf L E B E N S R A D W E G rebloggt und kommentierte:
    da nun 2015 langsam dem Ende zugeht, kommen die „guten Vorsätze“ wieder ans Licht. Und im Licht der unzähligen, vertriebenen und flüchtenden Menschen schenkt dieser Text eine wundervolle Er.Innerung. Mein Vorschlag hierzu ist, die Worte einfach mal mit dem Herzen lesen und in selbigen bewegen.

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