Meine Sprache, meine Worte

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Ich genieße Sprache und Worte -und die Pausen dazwischen- sehr.

Ebenso das geschriebene und gelesene Wort. Manches sinkt dabei direkt auf Zellebene und transformiert etwas in mir. Und ich weiß, dass auch meine Worte heilsam sein können, wenn sie tief aus dem Herzen kommen.

In ganz besonderen Momenten lasse ich die Worte wie Sauerstoffperlen an die Oberfläche blubbern, unzensiert, so wie sie kommen.

Ich bin achtsamer geworden mit Worten. Wenn ich etwas ausspreche, was nicht mit meiner inneren Wahrheit übereinstimmt, meldet sich ein Gefühl von Unstimmigkeit und dann sage ich: „Oh, ich merke gerade, dass stimmt gar nicht, was ich sage.“ Ich spüre dann in mich hinein, um das Wort zu finden, was es besser ausdrückt. Oder versuche, herauszufinden, was ich eigentlich wirklich sagen möchte.

Manchmal muss ich auch ganz bestimmte Worte aussprechen, obwohl meine innere Zensorin höhnt: “ Viel zu pathetisch, viel zu gefühlvoll, viel zu kitschig, zu übertrieben.“

Manchmal leide ich auch unter Worten, wenn sie wie pausenloses Presslufthammergehämmere durch meine Ohren und mein ganzes Wesen fegen. Wenn Leute leere Worthülsen auf mich einprasseln lassen, nur damit sie sich dahinter verstecken können oder damit ja keine Stille entsteht, die ja das Wahre und Echte enthüllen könnte. Selbst wenn ich die Worte durch mich durch laufen lasse, ist doch die Schwingung und das „Geräusch“, welches das Gesprochene macht, mitunter so disharmonisch, dass ich dann schaue, wie ich mich aus der Situation herausnehme oder es anspreche und um mehr Achtsamkeit oder Langsamkeit bitte.

Ich selbst übe mich darin, auf eine sehr präsente Art zu sprechen und zu hören. Das könnte sich vielleicht aufgesetzt oder angestrengt anhören, ist aber für mich genau das Gegenteil davon, nämlich eine ganz natürliche Art, zu kommunizieren und wirklich verbunden zu sein.

~ Claudia, Womanessence
Bild: Picjumbo

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2 Gedanken zu “Meine Sprache, meine Worte

  1. Danke,

    bis ich das gerade gelesen habe dachte ich nur mir würde dies so gehen, und
    meine Verwirrung und Erschöpfung bei zu vielen, leeren und lauten Worten als auch mein
    Glücksgefühl und die Verbundenheit bei genau den richtigen Worten sei, hm, etwas übersensibel oder zumindest seltsam.
    Aber „ehrliche“, aus meinem Innersten Ich entspringende Wörter als auch das Lauschen in die Sprache des Gegenübers hinein sind für mich ein so wichtiges, schützenswertes und hohes Gut….. schön, momentan freue ich mich einfach nur mich in deinem Text widererkannt zu haben!!!!

    1. Rebecca, ich freue mich, dass du dich in meinem Text wiedererkannt hast. Und du schreibst sehr schön. Schreibst du auch Texte? Magst du mal was für Womanessence schreiben? Alles Liebe, Claudia ❤

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