Märchenprinzessin oder innere Frau

von Susanne Hühn

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Die Märchenprinzessin…

…hält auch die absurdesten äußeren Umstände immer noch für „spirituell geführt“ und setzt sich über alle vernünftigen und den anderen respektierenden Grundsätze hinweg. Sie hat zum Beispiel keine Probleme damit, einen Mann, der in einer festen Beziehung lebt, in ihr Bett zu holen, selbst wenn es drei Tage vor seiner Hochzeit ist – weil wahre Liebe sich ihrer Meinung nach nicht von äußeren Umständen beeinflussen lassen sollte und weil sie hofft.

Sie rechtfertigt auch rücksichtsloses und verletzendes Verhalten damit, dass sie innerlich geführt ist und dass ja jeder seine eigene Wahl trifft, auch der, den sie verletzt (zum Beispiel die Frau, deren Mann sie in ihrem Bett hat – und natürlich besonders sich selbst).

Die innere Frau…

… tut vielleicht genau das gleiche, aber sie macht sich nichts vor, sondern weiß, dass der Preis immens sein wird und dass sie ihn zahlen muss, ob ihr das gefällt oder nicht. Sie behält die Verantwortung für sich und ihre Entscheidungen und ist bereit, mit all dem zu leben, was ihre Entscheidung mit sich bringt – und dazu zu stehen.

Die Märchenprinzessin…

… lässt sich schlecht behandeln, weil „er noch nicht soweit ist“ und weil sie hofft und glaubt, dass ihre Liebe ihn heilen wird. Sie lässt sich ausnutzen und erlaubt, dass ein Mann ihr Asche, Versprechungen, Absichtserklärungen statt echtem Feuer, nämlich seine tatkräftige, sichtbare und offene Liebe zur Verfügung stellt. Sie versieht auch die demütigendsten Erfahrungen mit spirituellen Untertiteln und hofft. Sie interpretiert, anstatt zu sehen, was geschieht. Sie hat diese spirituell verklärte Aura und rechtfertigt sich vor sich selbst, indem sie glaubt, niemand würde sie verstehen, weil niemand so liebt wie sie. Sie liebt mit geschlossenen Augen, voller Hoffnung und lebt in der Hauptsache in ihren Vorstellungen von der Zukunft

Die innere Frau…

…lässt sich vielleicht auch schlecht behandeln, weil sie noch nicht loslassen kann. Aber sie macht sich nichts vor, sondern sieht klar und deutlich, was sie erlaubt. Sie trägt die Verantwortung dafür und sammelt Kräfte, um eines Tages ihren Weg auf gesündere Weise weiter zu gehen. Sie hofft nicht, sondern sie geht aktiv ihren Weg und sie kennt und überprüft ihre Handlungsgrundlage. Sie fühlt sich irdisch und bodenständig an, sie ist erreichbar und durchaus fähig, deutlich und offen zuzugeben, dass eventuell nicht alles stimmig ist. Sie liebt mit offenen Augen, voller Tatkraft und der Bereitschaft, in jedem Moment neu zu wählen – hier, jetzt und heute. Sie rechtfertigt sich nicht, sondern trägt Verantwortung.

Lies hier weiter: Schnupperlektion „Aphrodite´s Apfel“

~ Susanne Hühn, http://www.susannehuehn.de

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Bild: Picjumbo

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