Die Große Mutter kehrt zurück

Wie konnten wir uns nur so lange die Göttin, die große Mutter, vorenthalten lassen?

Jahrtausendelang hat man einen bärtigen alten Mann im Himmel angebetet. Und auch wenn man –laut Bibel-  sich kein Bild von seinem Gott machen sollte, hat sich doch im Unterbewussten genau diese Vorstellung etabliert.

Viele Menschen interagieren auch mit einem absoluten, neutralen, geschlechtslosen Gottesbild. Auch daran nimmt niemand Anstand.

Aber was ist eigentlich seltsam daran, wenn Frauen sich Gott in einer weiblichen Form zuwenden?

Und warum ist es in Ordnung, die heilige Maria, als die keusche Muttergottes, die Magd des Herrn, zu verehren, aber nicht als die große Urgöttin, nicht als die, die alles gebiert, nicht als die, die vor dem Sohn da war?

Geht es da nicht allzu offensichtlich um Machtansprüche, um eine geschickte, religiös getarnte Rollenvorgabe an die Frau? Maria, die uralte, allumfassende Göttin, reduziert auf ein patriarchatsgefälliges Jungfrauentum!

Denn was würde wohl geschehen, wenn wir Frauen mit spirituellen Leitbildern von mutigen, kämpferischen, selbstbewussten Göttinnen praktizieren würden?

Es ist wirklich absurd, wie die Männer Gottes seine weibliche Seite, die Göttin, fast gänzlich aus unserem kollektiven Gedächtnis verbannt haben. Jahrtausendelang durfte man sie nicht mehr beim Namen nennen.

Sie haben den Sohn über die Mutter gestellt…

Sie haben Jesus zum Gott erhoben und die Muttergöttin Maria zu seiner Magd degradiert…

Mit diesem symbolischen Akt haben sie sowohl die Grundsätze des Geistigen, als auch die der Materie verdreht und somit die Welt unter der einseitigen Macht des männlichen, solaren Prinzips in eine dramatische Dysbalance getrieben.

Heutzutage wird man zwar in unseren Breitengraden nicht mehr bestraft oder umgebracht, wenn man über die Göttin spricht, aber trotzdem scheint dies -nicht nur- für religiöse Menschen ein Sakrileg, eine Zuwiderhandlung gegen den etablierten männlichen Gott darzustellen.

Die Sehnsucht nach Ausdruck von Spiritualität ist tief im Weiblichen verankert, aber die Art von Spiritualität, die uns als Leitbild angeboten wird, ist eine Spiritualität von Männern und konzipiert für Männer.

Es ist die Spiritualität des „großen Vaters“,eine Religion mit männlichen Rollenbildern, Hierarchiemustern, männlichen Ansprüchen und Vorstellungen. Eine Spritualität, in der die Schönheit und Kraft des Weiblichen nicht zum Ausdruck kommt.

Eine Religion oder Spiritualität, die ihren weiblichen Ausdruck, ihre weibliche Seite ignoriert, ist meiner Meinung nach jedoch unvollständig und nicht mehr zeitgemäß.

~ Claudia@womanessence

Bild: Womanessence, Copyright

Erfahre mehr zu diesem Thema in meinem Video „Über die Rückkehr der Göttin in unser weibliches Bewusstsein“: https://www.youtube.com/watch?v=qtwcaUHF1aA&t=278s

Lass uns gemeinsam die uralten Pfade der weiblichen Zugehörigkeit wieder frei legen…in den Womanessence Womencircles und Retreats im schönen Allgäu: https://womanessence.de/aktuelles/


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