Kennst du dieses Gefühl der Leere, Schwester?

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Kennst du dieses Gefühl der Leere, Schwester?

Diese Art Nüchternheit?

Diese Momente,

wo du irgendwie

nichts Besonderes fühlst,

nicht glücklich, aber auch nicht traurig bist,

nichts brauchst,

nichts musst

nichts willst?

Diese Momente, wo du nicht einmal Fragen hast?

 

Diese Momente,

wo einfach nichts zu tun ist, weil alles getan ist?

Wie erlebst du diese Momente,

wo du partout nichts mit dir anzufangen weißt?

Verleihst du ihnen das Etikett „langweilig“?

Zerstörst du den raren Zustand der Leere sofort mit Unzufriedenheit, Überdruss und Zweifeln ?

Folgst du dem unbewussten Impuls, diese Leere sogleich wieder mit irgendwelchen Dingen oder Tätigkeiten füllen zu wollen, nur um sie nicht spüren zu müssen?

Misstraust du der Leere?

Denkst du dann: „Hier läuft was falsch. Das darf nicht sein. Mit mir stimmt was nicht. Ich bin eine Verliererin.“

 

Empfindest du Leere als Ausdruck von Mangel?

Beunruhigt sie dich?

Warum eigentlich?

Warum fliehen wir die Leere?

Warum weichen wir ihr aus?

 

Leere ist heiliger Raum. Sie ist der Urgrund der Schöpfung

Aus ihr heraus nimmt Bewusstsein Form an.

Vielleicht ist sie sogar Bewusstsein in Reinform…wer weiß das schon so genau?

Leere ist ein schöpferischer Raum.

Wenn wir sie bewusst zulassen, pflegen, hüten und zelebrieren,

entstehen von hier aus harmonische Kreationen und integre Handlungen.

 

Vielleicht ist das Gefühl von Leere ein Ausdruck von perfekter Balance

Ein Ort, wo wir weder von Angst, noch von Sehnsucht getrieben sind…

Ein Ort des Erwachens vielleicht sogar?

Der Gegenpol zur absolut expansiven Erfahrung von Glückseligkeit in der Verbundenheit mit Allem?

Ein Stehenbleiben, innehalten, in dem ich auf mich selbst zurückgeworfen werde -und gerade hier letztendlich die Verbundenheit mit mir selbst erfahre…oft völlig unspektakulär. Manchmal aber auch erst, nachdem ich meinen tiefsten Ängsten ins Gesicht gesehen habe.

 

Ist Leere nicht ein wundervoller Gegenentwurf zu unserer hektischen Vorweihnachtszeit?

Für unsere Ahninnen und Ahnen war es die Zeit im Jahr, wo alles getan war.

Die Ernte war eingefahren. Die Wintervorräte angelegt. Die Zeit der Ruhe begann.

Aber auch die Zeit der Vorbereitung auf das wiederkommende Licht.

Und wie könnte man sich besser auf das zunehmende Licht vorbereiten als der Dunkelheit und dem Stillstand Raum zu geben. Raum zu schaffen im Innen und Außen für dieses heilige kostbare Licht. Auf dass es umso heller scheine bei seiner „Rückkehr“.

Leere schafft Raum für das Licht – auch für unser wundervolles inneres Licht!

Auch Reinigung und Ausmisten passt in diese Zeit:

im Innen, alles was das unser Strahlen unseres Wesens verhindert -und im Außen

all das Unnötige, was wir letztendlich aus Mangelgefühlen heraus horten.

Loslassen ist eine relativ leichte Sache…

Schwieriger wird es dann, wenn wir leer sind, der Versuchung zu widerstehen, uns wieder mit allem möglichen Kram -gleich welcher Natur- vollzustopfen, .

Zumal Kräfte an uns zerren, die uns ständig suggerieren, irgendwas zu brauchen, zu tun, zu erreichen oder sein zu müssen.

Nimm wahr, dass es nur Ideen und Fantasien sind, die dich hetzen und erschöpfen

und dich von deinem strahlenden inneren Licht ablenken.

 

Leere zulassen, pflegen, hüten & zelebrieren ist eine Meister|innenübung.

 

Werde zur Hüterin der Leere, Schwester.

Denn unsere Welt ist viel zu voll.

 

~ Claudia@womanessence

Bild: Eli Defaria

 

#femininepractice „Hüterin der Leere“ :

# Probiere es mal aus, morgens oder abends eine Zeit lang in dunkler Stille zu sitzen.

# Lege dich im Dunkeln und in Stille auf den Boden und atme tief.

# Setze dich in der Dämmerung vor ein Fenster und schaue hinaus.

# Gehe alleine in Stille durch den Wald.

# Tu einfach mal nichts.

Fühle dabei den inneren Drang der Geschäftigkeit.

Nimm den Impuls in dir wahr, etwas tun zu müssen oder etwas kaufen zu müssen.

Nimm den Gedanken wahr, etwas zu brauchen.

Fühle den inneren Druck,  irgendwie anders oder besser sein zu müssen

Nimm alles wahr, was sich zeigt, wenn du dich der Leere zuwendest.

Lass es einfach in deine Bewusstheit strömen…und neue Räume in dir öffnen,

während du dich ganz tief ins Nichthandeln und Nichtmüssen entspannst.

 

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