Was wäre, wenn wir es ab sofort lassen würden…..

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Was wäre, wenn wir es ab sofort lassen würden, von Anderen einzufordern,

dass sie sich uns gegenüber auf eine ganz bestimmte Weise verhalten und ausdrücken

sollen, nur damit wir unseren Schmerz oder unsere Unsicherheit nicht fühlen müssen.

 

Was wäre, wenn wir sie einfach so sein ließen, wie sie sind:

Frei ihren eigenen Ausdruck zu leben,

auch den ihres eigenen unerlösten Schmerzes und ihrer unterdrückten Wut.

Weil wir das Bewusstsein erlangt haben, dass wir keine Verantwortung dafür tragen.

 

Was, wenn wir einander erlauben, echt sein zu dürfen,

selbst zu dem Preis, dass wir einander dann gegenseitig weh tun.

Weil wir erkennen, dass wir nur das heilen und integrieren können, was in die

Bewusstheit kommt…und es in Wirklichkeit ein Geschenk ist, was der andere in uns auslöst, weil sich festgehaltene und eingefrorene Lebensenergie nun lösen kann.

 

Was würde geschehen, wenn wir nicht weiter bereit sind, den Preis der Taubheit zu bezahlen -und somit des Abgeschnittenseins von uns selbst-  nur für ein trügerisches Gefühl von emotionaler Sicherheit, welches uns aber in Wahrheit um unsere echte wilde Lebendigkeit bringt.

 

Was wäre, wenn wir das Gegenüber unseren Spiegel sein ließen?

Damit wir in den heftigen Gefühlen und Empfindungen, die in uns ausgelöst werden, unsere tief eingebrannten unbewussten Muster erkennen können und die innewohnende Lebendigkeit, die in genau dieser Intensität befreit werden möchte, in pure überschäumende pulsierende Lebenskraft verwandeln lassen.

Was wäre, wenn wir -anstatt im Widerstand zu erstarren oder in die Taubheit zu flüchten-, lernen, präsent zu bleiben inmitten der uns manchmal schier überwältigenden Energien, die in Form von Gefühlsstürmen am Werke sind?

Was wäre, wenn wir in solchen Momenten einfach ehrlich mit uns selbst wären?

Wenn wir uns eingestehen würden, dass uns diese Situation, das Gegenüber, dieses Gefühl uns gerade irritiert, überfordert, ängstigt, wütend macht oder unsere Trauer oder Minderwertigkeitsgefühle aktiviert…anstatt uns einzureden, „darüber zu stehen“ -womit wir uns höchstwahrscheinlich nur selbst anlügen?

Was wäre, wenn wir in diesen herausfordernden Situationen einfach nur tief atmen würden…ganz tief …während wir die Gefühle und Empfindungen durch uns hindurch rauschen lassen…und wir uns ganz bewusst ihrer heftigen Urkraft aussetzen, um in ihrem pulsierenden Kern schließlich nichts anderes als  unsere pure Integrität und heilige Unantastbarkeit zu finden?

Wir könnten uns vielleicht einfach selbst mit allem, was gerade fühlbar und spürbar ist, „in den Arm nehmen“, uns warmes Verständnis schenken und es einfach anerkennen, dass es sich gerade schlimm anfühlt. Wir könnten uns selbst daran erinnern, dass zwar gerade alte Geschichten in uns aktiviert werden, wir aber in Wirklichkeit -jetzt und hier- in Sicherheit sind.

Was wäre, wenn wir es in solch konfusen Momenten schaffen würden, vollkommen ehrlich mit unserem Gegenüber zu sein?

Wenn wir ihm oder ihr zu verstehen geben würden, dass wir uns gerade verletzt oder in die Enge getrieben oder schuldig fühlen …und für diese Gefühle und Empfindungen  selbst die volle Verantwortung übernehmen.

Und gerade durch die Bereitschaft, in Begegnungen alles zu fühlen, was es zu fühlen gibt, und dabei standhaft und bewusst zu bleiben, sensibilisieren wir das Gespür für unsere inneren Grenzen und sind so imstande, diese Grenzen auch zu verbalisieren und zu verteidigen -oder ganz einfach die Situation zu verlassen, wenn der andere die erklärte Grenze nicht respektiert.

Nach und nach befreien wir uns auf diese Weise ebenso von der Anfälligkeit für emotionale Erpressung.

Denn wir kultivieren nicht nur Akzeptanz, sondern gleichzeitig echte -in uns selbst verwurzelte- Souveränität.

Wir schaffen so einen Raum, in dem alle Beteiligten wachsen und sich entwickeln dürfen.

Einen Raum, der wahrhaftige zu tiefer berührbarer und verletzlicher Nähe einlädt, aber bei Bedarf auch die nötige Klarheit eröffnet, eine notwendige Grenze zu ziehen.

~ Claudia@womanessence

Bild: Dayne Topkin, Unsplash, CC0

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