
Ritual & Raum
CLAUDIA TAVERNA
Raum & Haltung
Ich halte Erfahrungsräume für Frauen – Räume, in denen der Körper wieder Orientierung sein darf. Körperbasiert. Traumasensibel gerahmt. Archetypisch verankert.
Mich interessiert dabei keine Selbstoptimierung.
Mich interessiert, was geschieht, wenn Frauen sich jenseits von Rolle und Funktion begegnen – und sich Zeit nehmen, wirklich da zu sein: im eigenen Körper, im Raum, miteinander.
Diese Räume sind still und zugleich lebendig.
Körperlich. Sinnlich. Wach.
Sinnlichkeit bedeutet hier:
den eigenen Atem spüren,
die Wärme einer Hand,
Nähe und Abstand wahrnehmen,
eine Grenze fühlen – und wissen, dass sie geachtet wird.
Wenn wir einander nichts beweisen müssen, verändert sich etwas.
Schultern sinken. Der Blick wird weicher.
Ein inneres „Ich darf sein, wie ich bin“ bekommt Raum.
Was hier erlebt wird, verankert sich im Körper –
als Gefühl von Verbundenheit, als erlaubte Grenze, als Getragensein.
Als Erfahrung, in Erschöpfung, Zweifel und Sehnsucht nicht allein zu sein. Und ebenso als verkörperte Sicherheit, sich in der eigenen Kraft, Kompetenz und Schönheit zu zeigen – ohne Angst vor Konkurrenz oder Neid.
Was im Kreis möglich wird, kann dann auch im Leben möglich sein.

Ritual & Form
Ritual braucht für mich weder Inszenierung noch Glaubensform.
Ritual ist bewusste Gestaltung von Zeit und Aufmerksamkeit.
Es ist ein Anfang und ein Ende.
Ein gemeinsamer Atem.
Ein Übergang, der markiert wird.
Ein Moment des Innehaltens.
Ein Würdigen dessen, was sich zeigt.
Rituale verdichten Wahrnehmung.
Sie geben Halt, wenn Worte fehlen.
Und sie unterstützen den Körper dabei, Erfahrungen zu integrieren.
So entstehen Räume außerhalb des Gewohnten –
nicht weltfern, sondern konzentriert.
Augenblicke, in denen Zeit langsamer wird und Präsenz spürbar.

Wie ich arbeite
Meine Arbeit verbindet verkörperte Wahrnehmung und bewusste Begegnung in einer verlässlichen Struktur, die Orientierung und Sicherheit schafft – und zugleich die Freiheit lässt, jederzeit innezuhalten oder sich zurückzunehmen.
Rahmung & Sicherheit
Traumasensibel bedeutet für mich:
Tempo achten. Wahlfreiheit wahren. Nichts erzwingen.
Dazu gehört auch respektvolle, achtsame Berührung – als Einladung, nicht als Verpflichtung.
Jede Frau entscheidet selbst, ob und wie sie daran teilnehmen möchte.
Der Raum bleibt dabei klar gerahmt: kein therapeutisches Setting, sondern ein geschützter Erfahrungsraum, in dem jede Frau ihre eigene Tiefe bestimmt.
Archetypisches Erfahrungsfeld
Archetypische Mythologie bildet das Erfahrungsfeld meiner Räume.
In Retreats arbeite ich bewusst im Spiegel von Figuren wie Artemis, Lilith oder Inanna – als Resonanzräume für innere Erfahrungen.
Artemis steht für Klarheit und Eigenständigkeit.
Lilith für Unangepasstheit und Selbstbehauptung.
Inanna für den Weg durch Verlust, Wandlung und Wiederkehr.
Diese Bilder helfen, innere Prozesse nicht als persönliches Versagen zu deuten, sondern als menschliche Erfahrungen, die viele Frauen teilen – sei es das Setzen einer Grenze, das Ausbrechen aus Erwartungen oder das Durchschreiten einer Krise.
Und daraus entsteht etwas sehr Einfaches: eine stille, verlässliche Form von Zugehörigkeit.

Mein Weg
2005 stellte das Leben mich an eine Schwelle, die ich mir nicht ausgesucht hätte.
Die schwere Erkrankung meines Mannes führte mich an Orte von Angst, Ohnmacht und existenzieller Unsicherheit.
Heute weiß ich: Es war eine Einweihung.
Nicht in Licht und Leichtigkeit – sondern in Standhaftigkeit und Erdung.
Dort begann meine eigentliche Verwurzelung – nicht im Ausweichen, sondern im Bleiben.
Ich habe mich durch spirituelle, kirchliche und körperorientierte Kontexte bewegt, Seelsorge gelernt, Gruppen geleitet und mich schließlich 2013 zur Frauenkreis-Leiterin beim Awakening Women Institute ausbilden lassen.
Seit 2007 begleite ich Frauen in Womencircles und Retreats.

Die Essenz meiner Führung:
Bewegung und Nichtbewegung gleichermaßen erlauben.
Tiefer lauschen, wenn es still wird.
Bleiben, wo es unbequem wird – bis sich der nächste Impuls zeigt.
Persönlich
Ich lebe mit meinem Mann am Fuße der Schwäbischen Alb. Die Landschaft lehrt mich Weite und Tiefe zugleich.
Ich schreibe, tanze und suche immer wieder den Kontakt mit der Landschaft, in der ich tiefe Zugehörigkeit erfahre.
Ich schätze gewachsene Beziehungen und das Einfache.

Vielleicht ist es das
Vielleicht spürst du, dass es weniger um neues Wissen geht –
und mehr um ein tieferes Ankommen im eigenen Körper.
Vielleicht suchst du einen Raum, in dem dein Körper Orientierung sein darf.
Einen Raum, in dem Nähe und Grenze sich nicht widersprechen.
In dem du nichts darstellen musst.
In dem du einfach da sein darfst.
Dann könnten sich unsere Wege begegnen.
Herzlich


Bitte keine Newsletter, Interesse hätte ich aber für Kurse oder Tagesseminare .
Liebe Grüße Kathrin Vhs Bad Boll
Liebe Kathrin, wenn du mir deine e-mail Adresse zukommen lässt, kann ich dich gerne auf dem Laufenden halten, was jeweils an Retreats, Tagesseminaren oder Tempelgruppen aktuell ist! Newsletter versende ich keine! LG Claudia
Liebe Grüße ❤️… Ich moechte mich mit dir verbinden online… Per Newsletter??
Herzlich, katrin
Liebe Katrin, dann schicke mir doch bitte deine Email Adresse an Ctaverna@gmx.de!
Ich freue mich!
Claudia
Liebe Claudia,
Jede Zeile spiegelt meinen eigenen inneren weiblichen Facettenreichtum wieder, den ich in ein Tanz Projekt vor vielen Jahren umgesetzt habe mit „Spiegelbilder der Frau“!!! Damals war ich ziemlich im Alleingang mit dem innersten Herzensanliegen – heute freue ich mich über deine Zeilen und fühle das morphogenetische Feld bestätigt!
Ich habe mich oft als Hebamme für weibliche Transformation gefühlt und weiss das noch viele Herausforderungen für weibliche Seelenflüsterinnen warten. Den Mut und Kraft auch in dir zu spüren tut gut!! Eine Freundin nannte mich mal Artemis. Aber meine weiblichen spirituellen Wurzeln kommen von den Devi‘ s , der indischen Göttinnen. Meine Eltern hatten bestimmt schon eine Vorahnung als sie mir den indischen Namen Lalitha gaben. Die Devi erkenne ich in jeder Frau, in ihren unterschiedlichen energetischen Auswirkungen, auch in dir lieben Claudia! Namasthe und viel Segen für deine weiblichen Seminare wünscht dir Lalitha
Danke für deine wundervollen Zeilen und deine lieben Wünsche, liebe Lalitha. Ja, es warten noch viele Herausforderungen für weibliche Seelenflüsterinnen. Ich erfahre gerade -schmerzhaft- am eigenen Leibe, wie sehr es um radikale Wahrhaftigkeit mit sich selbst geht. Es wird alles von einem gefordert auf diesem Weg. Immer noch tiefere Schichten werden aufgedeckt und Häute abgerissen…..Danke, Schwester, dass auch du diesem inneren Ruf folgst und dich dem Erwachen des Weiblichen verpflichtet hast. Namaste´ <3
Liebe Claudia,
eine wunderschöne sinnliche Seite hast du. Ich freue mich immer wieder, etwas von dir zu lesen. Es fühlt sich sehr vertraut an und berührt mich auf eine sanfte aber auch kraftvolle Weise. Schwesternschaft ist so nährend!
Einen lieben Gruß
Claudia
(Wahrscheinlich nicht nur eine Namensschwester)
Wow, danke, liebe Claudia. Mmmmhhh… sanft und kraftvoll und vertraut…ich könnte wohl kaum etwas Schöneres als Rückmeldung bekommen. Alles Liebe! Claudia
Wunderschön und vielen, vielen Dank für deine Seite… die inspirierenden Texte, dein Da-Sein und Wirken im Kreis der Schwestern und darüber hinaus! 😍
Danke, du Liebe! Es tut einfach so wohl, immer mal wieder positives Feedback zu bekommen. Das ist wie Honig… <3
Was genau meinst du, Antal?
„Hier bin ich Frau, hier darf ich’s sein.“
Danke für diesen Raum und die kraftvollen, wohltuenden Worte. ♥
Wie schön, dass du dich hier wohl fühlst, liebe Evelyn <3 Herzlich willkommen!
Liebe Claudia, herzlichen Dank für Deine sehr ansprechenden Beiträge!
Vor 10 Jahren habe ich durch Frauentantra die liebevollen Namen wie Yoni, Perle,…kennengelernt, vor beinah 30 Jahren bereits durch Natürliche Empfängnisregelung das Vertrautsein mit meinem Körper…und ich habe immer, intuitiv gewusst, dass es im Grunde, auch und besonders in der Sexualität, um Achtsamkeit
geht, sie die Basis ist anstelle von Techniken (!)…Yoga des Herzens…was ich in meiner Ehe seit längerem zunehmend vermisst habe.
Männliche und weibliche Qualitäten betreffend: Seit ein paar Jahren singe ich für die Würdigung und Ebenbürtigkeit beider, für das Gleichgewicht in jedem Menschen, zwischen Frauen und Männern sowie für alle sichtbaren und unsichtbaren Wesen zwischen Erde und Himmel, ein eigenes Lied…allein oder in/mit Gruppen, in Räumen sowie in der Natur…ich habe schon viel Schönes dabei erlebt! ☺
Seit ich Chamelis Buch gelesen habe, besuche ich einen Frauentempel in Wien…und möchte selbst einen begründen, in/bei Linz…mit Ritualen in der Natur. (www.klangwelle.org)
Viel Freude und alles Liebe, viel Segen für dein Wirken!
(*) Brigid
Danke für deine schönen Zeilen, Brigid. Ich freue mich, dass du in Schwingung gehst mit dem, was ich schreibe und ich finde es toll, was du machst! Klänge, Töne, Singen…alles ganz intuitiv. Wunderschön! Ich wünsche dir auch alles Liebe, du Liebe <3
DANKE Dir, liebe Claudia! <3 Wie schön, daß Du da bist! <3
Alexandra, und wie schön, dass DU da bist! <3 Willkommen auf Womanessence <3
Liebe Claudia,
ich finde Deinen Blog sehr inspirierend und die Texte wunderbar. Wenn ich sie lese, bin ich in einer
anderen Welt. Danke dafür.
Sende Dir Licht und Liebe, Andrea
Danke, liebe Andrea. Ich freue mich sehr über deine schöne Rückmeldung.