Das weibliche Prinzip: Einen Rahmen schaffen, indem Menschen sich entwickeln können

von Alexandra Schwarz-Schilling

Lichtherz

Das männliche Prinzip an sich ist ein wunderbares Prinzip. Es hat uns weit voran gebracht, es geht nicht darum es schlecht zu reden. Allein seine Dominanz hat sich verselbständigt und bringt uns jetzt zunehmend in Gefahr. Anstreben sollten wir also eine Balance beider Prinzipien. Balance bedeutet Gleichgewicht. Um dieses Gleichgewicht herzustellen, müssten wir angesichts der Dominanz des männlichen Prinzips also zunächst das weibliche Prinzip verstärken. Ihm mehr Raum geben, es aufwerten und ernster nehmen. Dazu müssen wir erst einmal wissen, worum es sich denn genau handelt.

Was ist das männliche Prinzip genau? Und was ist das weibliche Prinzip genau?

Die meisten Menschen haben nur eine vage klischeeartige Vorstellung, die in der Regel unvollständig ist.
Tatsächlich kann man diese beiden Prinzipien am besten veranschaulichen, indem man sich anschaut, was die Körper dazu sagen:

Wir sehen, dass das männliche Prinzip bedeutet im Schwarm von vielen Samenzellen im Wettkampf bis zur Eizelle vorzustoßen, in sie einzudringen und dann mit ihr zu verschmelzen. Wir wissen außerdem, dass es höchstens eine Samenzelle schafft, während alle anderen absterben. Wettbewerb, Konkurrenz und vor allem Zielorientierung stehen also im Zentrum des männlichen Prinzips. Dabei wird das Sterben vieler anderer Samenzellen in Kauf genommen. Das männliche Prinzip bedeutet aktiv auf etwas zuzugehen, vorzustoßen – auch in unbekanntes Terrain – und das Ziel zu erreichen. Das männliche spürt sich durch Konkurrenz, Kampf und Sieg. Das ist existentiell für das männliche Prinzip. Dabei darf es ruhig auch etwas rauer zugehen (siehe Fußball).

Das weibliche Prinzip besteht darin, sich zu öffnen, den männlichen Samen aufzunehmen, mit ihm zu verschmelzen und dann dieses durch Samen und Eizelle neu entstandene Leben aktiv zu nähren und ununterbrochen zu versorgen. Das Weibliche bedeutet, über den konkreten Vorgang der Befruchtung hinaus, an dem männliches und weibliches Prinzip beteiligt sind, viel Energie und Zeit aufzubringen, um das neu entstandene Wesen werden und wachsen zu lassen. Das Weibliche gibt ihm dafür Raum und Zeit. Dieses Raum und Zeit gewähren ermöglicht Transformation ebenso wie das permanente Zuführen von Energie in Form von Nährstoffen. Um es schließlich zu gebären und dann Prozess des Nährens, Pflegens und Rahmen Gebens außerhalb des eigenen Körpers weiterzuführen.
Der aktive Beitrag des weiblichen Prinzips an der Entstehung und Erhaltung des Lebens ist also ungleich höher als der des männlichen Prinzips. Diese Tatsache wird oft einfach übersehen. Das weibliche Prinzip besteht neben dem Öffnen, Aufnehmen und Verschmelzen darin, einen Rahmen zu bieten, in dem Menschen, Dinge, Prozesse sich entwickeln und entfalten können indem das weibliche Prinzip dafür Raum und Zeit zur Verfügung stellt. Zusätzlich werden die Menschen, Dinge, Prozesse dabei mit weiblicher Energie versorgt. Sie werden genährt.

Da der männliche Beitrag zur Entstehung des Lebens vergleichsweise kurz und wesentlich weniger aufwendig ist, ist das männliche Interesse an der Erhaltung des Lebens geringer beziehungsweise wird dem Erreichen anderer Ziele untergeordnet! Die Geschichte der letzten 5000 Jahre lehrt uns, dass vor allem Ruhm und Ehre zum Maßstab für das männliche Prinzip geworden sind. Die damit verbundenen Risiken und Nebenwirkungen haben wir schon erwähnt.

~ Alexandra Schwarz-Schilling,  www.coaching-spirale.com

Lies hier den vollständigen Artikel auf www.business-on.de

Bild: Karl Hirning

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