Hitzewallungen in den Wechseljahren – ein Geschenk unseres Körpers

Keine Verfallserscheinung – sondern das Feuer der Erneuerung

von Grit Scholz

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Liebe Frauen,

die Medizin erklärt uns unseren Körper als ein langsam dahinsiechendes Stück Fleisch,welcher in den Wechseljahren sämtliche Fehlfunktionen hat, die dann zu so unangenehmen Wirkungen führen. Wirklich lästig, wirklich traurig, wirklich nicht zu ändern.

Diese „normale“ Sichtweise, auf dieses Thema – löste in mir keinen Jubel aus, sondern ich hatte das eindeutige Gefühl – daran stimmt etwas nicht. 

Ich werde bald 50 und habe seit 9 Jahren keine Gebärmutter mehr. Seit zwei Jahren habe ich Phasen von mehreren Wochen/Monaten, in denen ich extreme Hitzewallungen habe. Zwischendurch gibt es Pausen, da habe ich weder Nachtschweiß noch Wallungen am Tage. 

Ich habe nach einschlägigem Studium, all diese „wissenschaftlichen“ Erklärungen als Unfug aus meinem „System“ gelöscht und nahm mir vor, selber herauszufinden, was es damit auf sich hat.

 

Denn, liebe Frauen, wer könnte denn darüber etwas wissen – der Wissenschaftler und Mediziner, der das Thema theoretisch von außen erforschen will – oder wir Frauen, die es am eigenen Leibe erfahren, erleben, fühlen?

Jede Hitzewallung war mir von nun an willkommen – denn ich wollte sie erforschen.

Schon das änderte meine Empfindung deutlich, wenn die Wallungen kamen – ich empfand es nicht mehr als lästig, beängstigend, nervend und dem hilflos ausgeliefert. Auch dieser Aspekt, mehr als 20 mal am Tage daran erinnert zu werden, dass mein Körper Fehlfunktionen hat und ich biologisch abbaue, kam mir nicht mehr in den Sinn.

Jede Hitzewallung wurde nun Anlass, zu einer kleinen Pause, zu einem in mich hinein fühlen und lauschen.

Ich prüfte – was ist JETZT gerade los – in mir, um mich herum. Wie fühlt es sich an? Welche Gedanken beschäftigen mich? Ich scannte sozusagen die „Betriebsumgebung“ – in der diese Hitzewallungen auftraten und registrierte das alles, ohne es zu bewerten. Mit einem: „Aha!“.

Es war sehr, sehr spannend, was ich dabei alles über mich erfuhr und wie wohlig nah ich mir selber kam.

Mit der Zeit war ich so fasziniert, von den Zusammenhängen und von der Großartigkeit meines Körpers und seinen Funktionen, dass meine Ehrfurcht vor dem – was auch immer all diese Dinge lenkt, ganz groß wurde (Gott, das Leben oder was es auch sein mag) und sich Dankbarkeit breit machte. Es gab immer wieder ein Erleben von: Ich werde getragen und geführt, ich kann meinem Körper vertrauen. Meine Sehnsucht nach Hingabe, etwas Urweibliches – konnte ich in diese Körperprozesse einfließen lassen. Dabei wurde mir klar, es sind nicht lediglich körperliche Prozesse, sondern das, was da statt findet, betrifft mich als ganzes Wesen. Es berührt mich auf allen Ebenen, körperlich, geistig und seelisch und es erneuert, bewegt und beschenkt mich.

Mir schien es wie ein Wunder – und dieses Wunder durfte ich mehrmals täglich am eigenen Leibe erfahren, mit all dem, was es an Erkenntnissen und Nähe zu mir selbst mit brachte.

Was für einen großartigen Körper habe ich doch, der in der Lage ist – von jetzt auf gleich so irre viel Energie zu erzeugen, dass mir schlagartig heiß wird und mir das Wasser aus allen Poren rinnt.

Hier weiterlesen…

~ Grit Scholz, www.lebensgut-verlag.de

Bild: Sonja Ziemann, Göttinnenzauber

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4 Gedanken zu “Hitzewallungen in den Wechseljahren – ein Geschenk unseres Körpers

  1. Hallo
    Ich werde bald 54 Jahre jung und habe keine angeblichen Wechseljahrebeschwerden, weil es sowas für mich gar nicht gibt. Es gibt ein Feld dazu und wenn ich mich dort andogge, kann ich das wahrnehmen….ok..aber ist das dann die Realität? …in dem Moment gewiß. Wer weiß, warum diese eine Realität geschöpf wurde, es gab mit Sicherheit einen Grund dafür, dass so viele Menschen…Frauen wie Männer, daran glauben und so dieses Feld dazu geschaffen haben. Wie bei allem was ist! Ich habe erst vor 5 Jahren den Ausdruck PMS gehört und wußte nicht, was das bedeutet…brauchte ich auch nicht, weil auch dies für mich nicht meine Realität war. Auch dieser Ausdruck “ Frauenleiden“ ….Wenn ich mit diesen Themen behaftet bin, dann darf ich mir Gedanken machen, wie ich zu meinem Frau-Sein stehe, lebe und fühle…wie habe ich es von meinem weiblichen Vorbild vorgelebt bekommen und wahrscheinlich nur übernommen?
    Lg

  2. Hallo Uschi,
    ich stimme voll und ganz mit dir überein: Wechseljahresbeschwerden sind ein Feld, auf dem wir Frauen vonseiten der Medizinerschaft abgeerntet werden sollen. Ich werde bald 53 Jahre (alt?) und habe nach wie vor einen regelmäßigen Zyklus …

    1. Danke für deinen Kommentar, Manuela. Zur Medizinerschaft: Keine von uns braucht sich „abernten“ zu lassen…Ob wir wach durchs Leben gehen und und achtsam mit unserem Körper sind, liegt einzig und allein in der Verantwortung einer jeden einzelnen.

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