Die Wichtigkeit, das „Weibliche Prinzip“ wieder zu beleben

 von Inaqiawa

Allem voran möchte ich betonen, um was es in diesen Ausführungen nicht geht, damit sich unsere EGO-Strukturen wieder beruhigen können und der Verstand nicht ständig gegenargumentieren muss. Das bringt uns in die Ausgangssituation, ganz in Ruhe dem Text zu folgen und unser Herz entscheiden zu lassen, ob die Inhalte annehmbar sind oder nicht.

Beim Weiblichen Prinzip geht es nicht um Frauen! Beim Männlichen Prinzip geht es nicht um Männer! Es geht um Qualitäten, die in jeder und jedem von uns angelegt scheinen.

Wir könnten auch die Frage stellen, ob es überhaupt notwendig ist, in solchen Kategorien zu denken, weil wir damit (wieder) so etwas wie Trennung herstellen? Vielleicht werden wir eines Tages frei davon sein und nur noch in verbindenden Gedanken und Handlungen leben können … dies bedarf allerdings einer Ausgewogenheit, die ich im Augenblick besonders in Hinsicht auf die Prinzipien noch nicht sehe.

Gerade deshalb ist es wichtig, das Weibliche Prinzip wieder zu beleben!

Beginnen wir mit der Zuordnung der Eigenschaften zum weiblichen und zum männlichen Prinzip. Was ich hier schildere ist meine Art der Zuordnung … vielleicht gibt es für andere Menschen andere Zuordnungen … halten wir uns nicht daran fest, sondern fühlen wir, was für Jede von uns stimmig erscheint.

Das Weibliche Prinzip ist für mich das Fließende, das Weiche, Intuitive, das Zyklische und die Verbindung mit der Natur und somit mit allem was ist. Das Weibliche Prinzip lebt in der Fülle und der Vielfalt und in natürlichen Holarchien. Es fühlt sich vom Leben versorgt, bildet die „Teamplayerin“ in uns und fördert kollektives Denken. Die Herzenergie schreibe ich der weiblichen Seite in uns zu. Diese Energie lehrt uns Mitgefühl, versorgt, gibt und gebiert Neues. Das Weibliche in uns allen empfängt und umfängt … es entschleunigt und geht mit Hingabe und Frieden ans Werk … am Ende finden wir hier auch die ersehnte Weisheit!

Und noch einmal zur Sicherheit: das sind nicht die Qualitäten von Frauen, sondern es sind die Qualitäten des Weiblichen Prinzips in uns allen.

Wenden wir uns nun dem Männlichen Prinzip in uns zu.

Dort ist der Kampfgeist angesiedelt, der sich auch als Einzelkämpfer zeigt. Er will sich messen, will dominieren und gewinnen. Dieser Kampfgeist hat den Willen zu Aggression und Gewalt und liebt Hierarchien und Führungsanspruch, was automatisch zu Unterdrückung und Verlierern führt. Dem männliche Prinzip in uns schreibe ich die Verstandesenergie zu. Sie kann differenzieren, klären, abwägen … läuft aber stark Gefahr im Mangel zu leben, da es scheinbar immer noch etwas Größeres, Besseres oder Schöneres gibt. Das männliche Prinzip ist der nehmende Anteil in uns, das lineare Denken und Handeln. Es beinhaltet die Stärke, den Machtanspruch und die Zielstrebigkeit. Es beschleunigt unser Leben und will unbedingt als Erster am Ziel sein.

Und noch einmal zur Sicherheit: das sind nicht die Qualitäten von Männern, sondern es sind die Qualitäten des Männlichen Prinzips in uns allen.

Dieser Vorspann erscheint mir außerordentlich wichtig, damit die Diskussion – wie schon Hunderte Male erlebt – nicht in einer Frau/Mann-Diskussion endet.

Kommen wir nun zur eigentlichen Frage: warum ist es wichtig, das Weibliche Prinzip wieder zu beleben?

Wenn wir uns unsere Welt anschauen, können wir erkennen, dass das Männliche Prinzip über Jahrhunderte einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft erlangt hat. Unser Wirtschaftssystem ist darauf aufgebaut … wir nennen es „dringend benötigtes Wirtschaftswachstum“ und schaffen dafür ein „Wirtschaftswachstumsbeschleungigungsgesetz“ … dabei vertieft sich unser Gefühl für „nicht-genug-haben“ und „möglichst-noch-mehr-bekommen“ ständig und dieses Mangeldenken bestimmt weite Strecken unseres Lebens. Wir müssen „kämpfen“, um zu überleben und am Ende eines Tages haben wir unter Umständen viel von dem getan, was uns keinen Spaß gemacht hat und uns in keiner Weise erfüllt oder genährt hat. Das führt uns in eine Situation, die wir dann „burn-out“ nennen … dies alles ist der Preis für ein überwiegend im Männlichen Prinzip gelebtes Leben.

Stellt Euch ein Leben vor, in dem Ihr nicht mehr hetzt, nicht mehr ums Überleben kämpfen müsst … in dem Ihr Euch versorgt fühlt und in der Fülle seid. Ein Leben, in dem wir alle auf unsere Umwelt (die einzige übrigens, die wir haben) Rücksicht nehmen und mehr pflegen und hegen, als brutal ausbeuten.

Eine Welt, in der wir ein Miteinander und kein Gegeneinander pflegen und in der die Herzenergie dominiert und in der wir danach – aber auch erst danach – das Männliche Prinzip in uns wertschätzend für diese Ziele einsetzen und einen Ausgleich in uns zwischen den Prinzipien erschaffen.

Welche von Euch intensiver eintauchen möchte, der empfehle ich mein Buch: „Die Rückkehr des Weiblichen Prinzips – die stille Sehnsucht der Menschheit“. Ihr könnt es auf meiner Homepage: www.inaqiawa.net bestellen.

Ganz herzlichen Dank für deinen Gastbeitrag, Inaqiawa ❤

Bild: Lauer (Madagaskar)

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