Gesundes Verantwortungsbewusstsein

Wenn ich etwas aus meiner Burnout-Erfahrung gelernt habe, dann dieses: Es gilt, eine gute Balance zwischen Verantwortungsbewusstsein und Selbstliebe zu finden.

Das Verantwortungsbewusstsein in mir sagt so Dinge wie:

  • Schau dir mal die politische Situation an, da muss was getan werden. Also, tu was!
  • Ui, die Mailbox ist übervoll, also leg eine Extraschicht ein!
  • Die Freundin hat Sorgen, also ruf sie an!

Da hat das Verantwortungsbewusstsein auch tatsächlich recht, da ist überall etwas zu tun. Das seh ich ein, da stimme ich zu. Was ich erst durch die Burnout-Erfahrung gelernt habe, ist folgendes: Ich kann nur dann aktiv sein und mich kümmern, wenn ich vorher auf mich selbst geschaut habe, wenn ich also tatsächlich in meiner Kraft bin. Wer sich kümmert und kümmert, ohne vorher auf sich selbst zu schauen, wird innerlich immer leerer, brennt aus, hat irgendwann keine Energiereserven mehr.

Eine Kundin, die nach einem Burnout-Zusammenbruch bei mir zum Coaching war, hat mir folgendes Bild erzählt:

Das Herz ist dafür verantwortlich, das Blut in den Körper zu transportieren. Doch als allererstes (!) – bevor es noch das Blut ins Hirn, in die Lunge oder sonst wohin pumpt – versorgt es sich über die Herzkranzgefäße selbst mit sauerstoffreichem Blut. Das Herz kümmert sich also zu allererst um sich selbst, damit es sich dann um den Rest kümmern kann. –

Das ist ein wunderschönes Bild, findest du nicht auch?

Als Mutter von drei noch eher kleinen Kindern war folgendes Gleichnis besonders hilfreich für mich: Im Flugzeug gibt es vor dem Abflug Sicherheitshinweise. Unter anderem hören wir dort, dass die Sauerstoffmasken bei Unterdruck automatisch aus ihrem Kästchen herausfallen. Wir sollen uns selbst zuerst eine Maske über Mund und Nase ziehen, bevor wir uns um andere kümmern – auch um die eigenen Kinder! Denn wer kann dem Kind mit dem Maske-Überziehen helfen, wenn wir selbst an Sauerstoffmangel leiden?

Also braucht es ein gesundes Maß an Selbstliebe, damit wir für die Gemeinschaft (welche auch immer es sein mag) tätig sein können. Selbstliebe als Zeichen von Altruismus – wer hätte das gedacht!? 🙂

Danke, Uli Feichtinger

http://www.weripower.at/

Bild: Lauer

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